Aktiv im Schnee

Wintersport ist auch mit Arthrose möglich - Orthesen sorgen für Schmerzfreiheit

Bei klirrender Kälte durch die Loipe zu skaten oder eine Spur in den Tiefschneehang zu ziehen, bereitet Wintersportlern großes Vergnügen. Wer Arthrose in den Kniegelenken hat, sollte genau überlegen, was er sich zumuten kann. Erfahren Sie, welche Sportarten sinnvoll sind und was Arthrosepatienten lieber lassen sollten.

Regelmäßige Bewegung ist für arthrotische Gelenke sehr wichtig - das gilt auch für die kalte Jahreszeit. Dennoch können einige Wintersportarten die Kniegelenke belasten und damit dem Fortschreiten der Gonarthrose (Kniearthrose) Vorschub leisten. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, die Gelenke langsam an die Bewegung zu gewöhnen und Überlastung zu vermeiden.

Skigymnastik zur Vorbereitung

Sofern es möglich ist, kann als Vorbereitung auf den Winterurlaub regelmäßige Skigymnastik sinnvoll sein. Die leichten Übungen können zur Verbesserung der Beweglichkeit und zum Aufbau der Oberschenkelmuskulatur beitragen. Übergewichtige sollten versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren. So lässt sich das Verletzungsrisiko zusätzlich minimieren.

Auf Abfahrtsski verzichten

Alpines Skifahren wird von Experten als "High-Impact-Sportart" eingestuft und sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Aufgrund der hohen Stoßbelastungen und einer gesteigerten Verletzungsgefahr können sich Skiabfahrten eher schädlich auf die Kniegelenke auswirken. Das gilt in besonderem Maße für Tiefschnee- oder Buckelpisten. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt können sich erfahrene Skifahrer, bei denen die Arthrose noch nicht so weit fortgeschritten ist, gemäßigte Abfahrten zutrauen. Abrupte Hoch-Tiefbewegungen und starkes Aufkanten sollten sie allerdings vermeiden.

Geringe Belastung wählen

Unproblematisch sind Aktivitäten mit geringer Belastung wie Skilanglauf oder Schneeschuhwandern. Vor allem bei beginnender Arthrose können sie den Gelenkstoffwechsel anregen und den Schmerz lindern. Allerdings sollten auch dabei einige Tipps beherzigt werden.

Skilanglauf empfohlen

Skilanglauf ist für Arthrosepatienten ideal, weil die gleitenden Bewegungen ohne größere Belastung ausgeführt werden können. Ob die klassische Langlauftechnik oder der Schlittschuhschritt besser geeignet ist, sollten Patienten mit ihrem Arzt besprechen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Skatingschritt deutlich höhere Ansprüche an Kondition und Technik stellt. Die Einweisung sollte über einen erfahrenen Trainer erfolgen. Eine Überanstrengung sollten die Sportler in jedem Fall vermeiden.

Alternative: Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern kann eine weitere Alternative sein. Das langsame Gehen auf dem weichen Schnee schont die Gelenke - besonders in der Ebene. Bei steileren Auf- und Abstiegen sollten Betroffene Zickzack laufen. Die Stöcke fangen dabei einen Teil des Körpergewichtes ab.

Noch aktiver mit Orthesen

Eine deutliche Entlastung bei ihren wintersportlichen Aktivitäten können Arthrosepatienten durch das Tragen einer Orthese erreichen. Zum Teil kann sogar auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichtet werden. Zwei wissenschaftlich gut untersuchte Modelle sind die Unloader One Lite und die Unloader One, die auf unterschiedliche Stadien der Erkrankung zugeschnitten sind. Sportlich sehr Aktive können vor allem vom Tragekomfort der Unloader One profitieren. Über einen sanften Zug werden die gestauchten arthrotischen Gelenkbereiche entlastet und das Kniegelenk in eine schmerzfreie Position gebracht. So wird nicht nur die Gelenkfunktion verbessert, sondern auch das gesamte Lebensgefühl beim Sport im Schnee gesteigert. Mehr Informationen zu den Unloader One Orthesen erhalten Sie auf www.ossur.de/unloader.