Kniearthrose: Schmerzfrei durch die Gartensaison

Schmerzen in den Kniegelenken können viele Hobbygärtner spürbar einschränken. Mit ein paar cleveren Tipps macht die Arbeit im Garten trotz Kniearthrose wieder Freude.

Die Vorfreude ist groß: Wenn frühlingshafte Temperaturen erwartet werden, zieht es viele Hobbygärtner ins Grüne. Die Gartenliebhaber investieren einen Großteil ihrer Freizeit, um ihr kleines Paradies instand zu setzen und voller Hingabe zu verschönern. Die Pflege von Pflanzen an der frischen Luft empfinden sie als pure Entspannung und gut für das Wohlbefinden. Allerdings stellt der beliebte Zeitvertreib auch eine körperliche Herausforderung dar. Gartenarbeit geht spürbar auf die Kondition und belastet Rücken, Muskeln und Gelenke. Vor allem Patienten mit Kniearthrose bekommen dabei die Grenzen ihrer Beweglichkeit zu spüren.

Damit das geliebte Hobby nicht zur Qual wird, kann es für Kniearthrosepatienten sinnvoll sein, einige Tipps zu beachten. Experten raten Männern und Frauen jeden Alters, die mit Arthroseschmerzen zu kämpfen haben, nicht einfach loszulegen und unüberlegt vor sich hin zu arbeiten. Stattdessen wird empfohlen, auf die richtige Ausrüstung sowie eine aufrechte Haltung beim Heben und Bücken zu achten. Denn bewusste Bewegungsabläufe können zur Gesundheit der Gelenke beitragen, den Muskelaufbau steigern und dem Muskelabbau entgegenwirken. Je gelenkschonender die Arbeit ausgeführt wird, desto aktiver können Betroffene im Garten bleiben.

Zu den wichtigsten Empfehlungen bei der Gartenarbeit gehören regelmäßige Positionswechsel, um einseitige Belastungen zu vermeiden. Vor allem längere Zeit in kniender Haltung zu verharren, ist für die Kniegelenke nicht optimal, weil sie dabei einem hohen Druck ausgesetzt sind. Stattdessen ist es ratsam, etwa alle zehn Minuten die Tätigkeit zu wechseln oder zumindest die Stellung zu verändern.

Praktische Helfer können maßgeblich dazu beitragen, dass die Gartenpflege möglichst leicht von der Hand geht. Häufiges Bücken nach der Schere, der Harke oder Schaufel lässt sich umgehen, wenn man die kleinen Werkzeuge in einem umgeschnallten Gurt stets griffbereit hat. Generell sollten die Stiele von Harken, Rechen und Co. immer lang genug sein, sodass sie ohne Bücken verwendet werden können. Eine sinnvolle Anschaffung sind auch Werkzeuge mit Teleskopstiel. Sie sorgen dafür, dass sich Bäume, Sträucher und Hecken bequem aus dem Stand schneiden lassen - ohne dass man dabei auf einer wackeligen Leiter stehen muss.

Eine mobile Gartenbank macht Arbeiten im Sitzen überall leicht möglich. Muss man beispielsweise zum Unkrautjäten näher ans Beet, lassen sich die praktischen Bänkchen umdrehen und als Kniekissen verwenden. Wer Wert darauf legt, im Sitzen beweglich zu sein, kann eine rollende Sitzkiste verwenden.

Pflanztische vereinfachen das Umtopfen, Bepflanzen und Einsäen von Kübeln und Blumentöpfen im Stehen. Für alle, die es gänzlich vermeiden möchten, sich zu bücken, kann das Anlegen von Hochbeeten in Hüfthöhe sinnvoll sein. Das Tragen von Orthesen kann die Kniegelenke entlasten und die Gartenarbeit zusätzlich erleichtern.

Im Allgemeinen ist es ratsam, während der Gartenarbeit ausreichend zu trinken, sich regelmäßig Pausen zu gönnen und auch die Zeit für einen kleinen Snack einzuplanen. Generell sollten die Ziele nicht zu hoch gesteckt werden. Sich Tag für Tag nur eine Etappe oder einen Teil des Beetes vorzunehmen sorgt eher für Erfolgserlebnisse. Wer an einem Wochenende den Garten komplett herrichten möchte, mutet sich leicht zu viel zu und ist hinterher frustriert, weil er nicht alles geschafft hat.