Radfahren kann dazu beitragen, bei Arthrose aktiv zu bleiben

Der Frühling ist die ideale Jahreszeit zum Radfahren. Schnee und Eis sind verschwunden, die Straßen sind wieder trocken und frei. Die Temperaturen sind nicht zu niedrig und noch nicht zu hoch. Die perfekten Bedingungen also für eine Fahrradtour.

Allerdings sollte man sich bewusst machen, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, auch in den Wintermonaten Fahrrad zu fahren. Hier bieten sich beispielsweise Hometrainer oder Fahrräder im Fitnessstudio an. Der Winter muss kein Hinderungsgrund sein, auf das Fahrrad zu steigen.

Auch für Menschen mit Kniearthrose (Gonarthrose) ist das Fahrradfahren eine ausgezeichnete Aktivität, um das Gelenk zu trainieren, ohne es zu überlasten (denn darin liegt die Hauptursache für Schmerzen). Radfahren stellt, neben anderen Sportarten wie Schwimmen, eine geringere Belastung im Vergleich zum Laufen dar, sodass Sie trainieren können, ohne die Gelenke zu belasten und die Krankheit weiter zu verschlimmern.

Sport ist eine der wichtigsten Therapieoptionen bei der Behandlung von Arthrose, da es nicht nur Endorphine (natürliche Schmerzmittel) freisetzt, sondern auch fit und gesund hält. Ohne Sport wären Ihre Gelenke steifer, und je schwerer Sie sind, desto mehr Gewicht lastet auf dem betroffenen Gelenk – das bedeutet mehr Schmerzen.

So holen Sie das Maximum aus Ihrer Fahrradtour heraus

Um Ihre Touren mit dem Fahrrad optimal auszunutzen, sollten Sie folgende Dinge berücksichtigen:

Die Sattelhöhe: Sie sollten das Pedal mit Ihrer Ferse leicht erreichen können. Bei zu niedrig eingestelltem Sattel sind die Beine gebeugt und der notwendige Kraftaufwand ist zu hoch. Ist der Sattel zu hoch eingestellt, wird das Knie überdehnt und zu viel Belastung auf die Achillessehne ausgeübt.

Die Höhe der Lenkstange: Sie sollte höher eingestellt sein als der Sattel, sodass Sie aufrecht und bequem sitzen können.

Angepasste Lenker: Wenn auch Ihre Handgelenke von Arthrose betroffen sind, ist es wichtig, über einen geeigneten Lenker mit einer leicht zu bedienenden Gangschaltung zu verfügen.

Das richtige Tempo: Für Arthrose-Patienten ist ein schneller Trittrhythmus mit weniger Kraftaufwand (niedriger Gang) ideal, sodass weniger Belastung auf Ihre Gelenke ausgeübt wird.

Schmerzfreier Start: Wie bei jeder anderen Aktivität sollten Sie nicht gegen den Schmerz ankämpfen, sondern in einer schmerzfreien bzw. schmerzarmen Phase beginnen. Es gibt mehrere Optionen, die Ihnen bei der Behandlung Ihrer Gonarthrose helfen können. Die Richtlinien der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) empfehlen, zunächst eine nicht-invasive (d. h. nicht-operative) Behandlung in Betracht zu ziehen.

Die richtige Ausrüstung ist wichtig

Eine ideale Radtour will gründlich vorbereitet sein. Stellen Sie sicher, dass Sie über die angemessene Ausrüstung verfügen, um den Ausflug an der frischen Luft richtig genießen zu können.

Beginnen Sie mit der Vorbereitung Ihres Fahrrades:

  • Prüfen Sie, ob die Lichter richtig angebracht sind und funktionieren.
  • Prüfen Sie, ob die Bremsen richtig funktionieren und, falls nötig, auch bei höherer Geschwindigkeit ausreichend greifen.
  • Fetten Sie die Kette und stellen Sie sicher, dass sie in allen Gängen gut läuft.
  • Prüfen Sie, ob die Reifen ausreichend aufgepumpt sind (siehe Angaben auf dem Reifen). Nehmen Sie auch eine Luftpumpe, ein Reparaturkit und Werkzeug sowie ein sicheres Schloss mit.
  • Packen Sie einen Erste-Hilfe-Kasten sowie reichlich Proviant ein, unter anderem Getränke und energiereiche Nahrungsmittel

Welche Kleidung ist geeignet?

Beim Fahrradfahren sollten Sie bequeme, wetterfeste Kleidung tragen – am besten eignen sich mehrere Schichten, damit Sie je nach Bedarf Kleidungsstücke an- oder ausziehen können, wenn Ihnen zu kalt oder zu warm ist.

Bei Fahrten in schlechten Lichtverhältnissen, etwa am Morgen oder Abend, sollten Sie auf helle Kleidung achten, damit andere Verkehrsteilnehmer Sie sehen können und Sie sich vor allem an das Gesetz halten (gilt auch für die Beleuchtung).

Auswahl der Route

Wichtig ist, dass Sie Ihre Route im Voraus planen, um sicherzustellen, dass sie im Hinblick auf Ihr Radfahrniveau, Ihre Fitness und Ihre Ausrüstung geeignet ist. Es gibt viele Radsport-Websites mit fertigen Routenvorschlägen (je nachdem, ob Sie etwa die Landschaft genießen, im Gelände fahren oder Hügel überwinden möchten usw.). Dazu gibt es Routen, die andere Nutzer hochgeladen haben und möglicherweise echte Geheimtipps sind.

Bei der Auswahl einer Radroute sollten Sie als Erstes immer Folgendes beachten:

Beginnen Sie mit einer kurzen Route. Anschließend können Sie die Touren schrittweise ausweiten. Es gibt einige großartige Apps, die Sie herunterladen können. Damit können Sie Radtouren aussuchen und dann Ihren Fortschritt aufzeichnen.

Personen, die an Gonarthrose leiden, empfehlen wir, starke Steigungen und Abfahrten zu vermeiden.

Viel Spaß beim Radfahren!